Seminare für Produktionsleiter

Im Mai habe ich gleich zwei Seminare für Produktionsleiter gegeben: Einmal auf Kampnagel im Rahmen der Akademie der Freien Produktionshäuser zum Thema Finanzmanagement, und einmal in Brüssel im Rahmen des kunstenfestivaldesarts zum Thema Strategies for an international production (die Präsentation dazu gibt es hier). Mir hat es großen Spass gemacht!

Ausbildung zum Systemischen Organisationsberater

Vor einigen Monaten habe ich eine Weiterbildung zum Systemischen Organisationsberate bei Artop – Institut an der Humboldt-Universität Berlin angefangen (mehr zur Weiterbilddung hier). In den ersten vier Modulen ging es um die Grundlagen der Beratung, die Systemtheorie und das systemische Beraten, die verschiedenen Beratungsebenen sowie darum, Gruppen zu erleben (letzteres im wunderschönen Küstrinchen). Bis zum Ende des Jahres folgen noch die Module Gruppen bewegen, Workshops moderieren und gestalten und Organisationen verstehen. Erstes Zwischenfazit: anstrengend, aber sehr inspirierend!

Projektentwicklung für die Ruhrtriennale 2019 & 2020

Gerade läuft sehr erfolgreich die erste Ruhrtriennale unter der Leitung von Stefanie Carp (mehr Informationen hier). Seit einigen Wochen helfe ich dabei, die Projekte der Jahre 2019 und 2020 der Triennale finanziell und organisatorisch vor zu bereiten. Eine äußerst spannende Aufgabe, die mit dem tollen Team vor Ort auch sehr viel Spass macht.

Antragstellung und Finanzverwaltung einer Creative-Europe-Plattform

Ich habe den Koordinator der European Concerthall Organisation – ECHO bei der erfolgreichen Antragstellung der Plattform Classical Futures Europe im Rahmen von Creative Europe unterstützt, sowohl in der Konzeption des Projektes als auch in der Texterarbeitung und Budgetierung. Seit dem offiziellen Beginn der Plattform Ende letzten Jahres habe ich die Finanzverwaltunng des Projektes übernommen.

CERS bei vier neuen Creative Europe Projekten eingeführt

Letztes Jahr habe ich mit meinem Partner Thomas Kulke und der Firma Mobidev eine Software entwickelt, die das Finanzmanagement von Kooperationsprojekten im Rahmen des EU-Programms Creative Europe erleichtert. Inzwischen wurde die Software bei vier großen Projekten, die 2017 begonnen wurden, eingeführt. Dadurch nutzen bereits mehr als 100 Kulturorganisationen in ganz Europa die Software, um eine professionelle Finanzverwaltung ihres Projektes sicher zu stellen. Mehr Informationen zu CERS gibt es hier.

Ausbildung zum Systemischen Organisationsberater

Diese Woche beginne ich eine 1,5-jährige Weiterbildung zum Systemischen Organisationsberater bei artop – Institut an der Humbold-Universität Berlin. In isgesamt zehn Modulen von je drei Tagen geht es vor allen Dingen um die Vermittlung unterschiedlicher Beratungsansätze- und stile und die Profilierung und Förderung des eigenen Beratungsstils. Oder, mit anderen Worten: meiner praktischen Erfahrung als Geschäftsführer von Kulturorganisationen theoretische Kenntnisse und Instrumente der systemischen Beratung hinzu zu fügen. Mehr Informationen zu der Weiterbildung gibt es hier.

Einführung Kollegiale Führung

In den letzten Wchen habe ich mich intensiv mit dem Thema “Kollegiale Führung” beschäftigt. Dazu hier eine Einführung, die gerne geteilt und kommentiert werden darf.

Rede zur kollegialen Führung, Eröffnung des tak THEATER AUFBAU KREUZBERG

Frage der Gründer des tak THEATER AUFBAU KREUZBERG: “Wie können wir ein Leitungsmodell entwickeln, das einerseits unsere verschiedenen Stimmen, unsere verschiedenen Ausdrucksformen, unsere unterschiedlichen Talente berücksichtigt, gleichzeitig aber die komplexe Theaterarbeit ermöglicht?” Zur Eröffnung des Theaters habe in einen Versuch einer Antwort gegeben:

Die Künstlerinnen und Künstler, die das neue TAK gründen, werden nicht nur interkulturelle und transnationale Theaterarbeit zeigen. Sie möchten auch, ich zitiere, „ein kollektives, von mehreren Gruppen gleichberechtigt getragenes Leitungsmodell für ein (Freies) Theaterhaus konzipieren.“

Eine solche Ansage lässt in der deutschen Theaterlandschaft immer noch aufhorchen, so sehr ist das klassische Intendantenmodell im Stadttheater, aber auch in den Häusern der freien Szene verankert. Wieso möchte das TAK dazu eine Alternative aufzeigen? Und wie könnte eine solche Alternative aussehen? Dazu möchte ich Ihnen, als fünfter und ich verspreche Ihnen, letzter Redner heute Abend einige Antwortversuche geben.

Wenn vier Künstlergruppen gemeinsam ein Theater leiten möchten, dann ist es zunächst mal naheliegend, dass sie NICHT auf das Modell EINES EINZELNEN künstlerischen Leiters zurückgreifen.

Doch die Frage, die mir die Gründerinnen und Gründer des TAK vor einigen Monaten bei unserem ersten Gespräch gestellt haben, ging weiter: Wie können wir ein Leitungsmodell entwickeln, das einerseits unsere verschiedenen Stimmen, unsere verschiedenen Ausdrucksformen, unsere unterschiedlichen Talente berücksichtigt, gleichzeitig aber die komplexe Theaterarbeit ermöglicht?

Mit dieser Frage stehen die Gründer des TAK nicht alleine. In den letzten dreißig Jahren haben zahlreiche Firmen auf der ganzen Welt neue Formen der Leitung von Organisationen implementiert. Mich hat das Buch Reinventing Organisations von Frederic Laloux zu diesem Thema nachhaltig beeindruckt. So unterschiedlich die in diesem Buch vorgestellten Führungsmodelle auch sind, sie können alle in einem Schlagwort zusammengefasst werden: es sind kollegial geführte Unternehmen.

Ausgangspunkt ist dabei folgende Überlegung: Ein System kann mit einer komplexen und dynamischen Umgebung umso besser umgehen, je mehr eigene innere Komplexität es nutzen kann. Und innere Komplexität entsteht durch Vernetzung. Es geht um erhöhte Reaktionsgeschwindigkeit im Umgang mit unerwarteten Situationen. Es geht um erhöhte Anpassungsgeschwindigkeit von Strukturen und Prozessen. Es geht darum, spontane Kooperation zu erlauben statt Probleme zu verwalten. Es geht um die Nutzung aller kreativer Ressourcen einer Organisation.

Anstelle von zentralisierter Führung durch einige exklusive Führungskräfte ist die kollegiale Führung die auf viele Kollegen und Kolleginnen dynamisch und dezentral verteilte Führungsarbeit. Ziel ist demnach nicht die Abwesenheit von Hierarchien (die gibt es auch in kollegialen Unternehmen), und auch nicht die Basisdemokratie oder die kollektive Leitung. Sondern, die Führungsarbeit auf möglichst alle Mitarbeiter zu verteilen und die Verantwortung für Entscheidungen dort anzusiedeln, wo die Arbeit effektiv anfällt – nicht Alle entscheiden alles, sondern jeder Mitarbeiter entscheidet in seinem / ihren Arbeitsbereich. Eine Konsequenz davon, und das ist vielleicht der größte Kulturwechsel, ist die Abkehr an den Glauben des einen heroischen Leiters der Organisation, der letztendlich alle Entscheidungen trifft.

Wir haben in den letzten Wochen begonnen, für das TAK eine solche kollegiale Führung auszuarbeiten. Wir haben Verantwortungskreise und Rollen definiert und festgehalten, wo welche Entscheidungen wie getroffen werden. Wie die gesamte künstlerische Arbeit ist auch dieser organisatorische / strukturelle Aspekt des Theaters under construction. Und es wird sich herausstellen müssen, ob die kollegiale Führung des TAK Modellcharakter für andere Kulturorganisationen haben kann.

Zum Abschluss noch eine persönliche Anmerkung: Der oben erwähnte Frederic Laloux spricht bei kollegialer Führung auch von „sinnstiftenden Formen der Zusammenarbeit“. Und er stellt fest, dass die von ihm untersuchten Unternehmen nie über Konkurrenz sprechen. Seine Erklärung ist verblüffend einfach: „Wenn eine Organisation wirklich für ihren Sinn lebt, dann gibt es keine Konkurrenz. Jeder, der dabei helfen kann, diesen Sinn zu verwirklichen, ist ein Verbündeter.“ Auch hier könnte das TAK in der Berliner Kulturlandschaft eine Vorreiterrolle spielen.

Interim Geschäftsführung der Kultur Ruhr GmbH

Die Kultur Ruhr GmbH ist unter anderem Ausrichter der Ruhrtriennale. Zwischen April und Juli 2017 habe ich interimistisch die kaufmännische Geschäftsführung der Gesellschaft wahrgenommen. In dieser Zeit war ich verantwortlich für die Sicherstellung der Einhaltung des Wirtschaftsplans, die Personalführung sowie für alle anderen laufenden Geschäftsfälle.

Software für das Finanzmanagement von Creative Europe Projekten

Zusammen mit Thomas Kulke und der Firma Mobidev habe ich eine Software für das Finanzmanagement von Kooperationsprojekten im Rahmen von Creative Europe entwickelt. Die Software vereinfacht erheblich die Sammlung der Ausgaben der verschiedenen Partner, ermöglicht Echtzeitvergleiche mit dem ursprünglichen Budget und erstellt automatisch den endgültigen Bericht für die EU. Weitere Infos zu dem Projekt gibt es hier.